Ein Sprung und der Hummer

Aus der Zusammenarbeit zwischen Zoltán Lesi und Ricardo Portilho entstand die Ausstellung »Ein Sprung und der Hummer«, welche auf Lesis Lyrikband „In Frauenkleidung“ basiert.

In den aus collagierten, dreidimensionalen Setzkästen von Lesi und Ricardo Portilho verschmelzen Fiktion und Realität in Zeitungsausschnitten, Fotografien und einem Hummer zu einem Tableux zwischen Berichterstattung und Erzählung.

Präsentationen in Berlin, Budapest, Debrecen, Krakau, München, Pécs, Poznan, Salzburg, Warschau, Wien.

Fotos: Ricardo Portilho

Teilnahme an der Ausstellung To Be Seen im NS Dokumentumzentrum München

„TO BE SEEN“ war eine Ausstellung, die sich den Geschichten von LGBTQI+-Personen in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts widmete. Anhand historischer Zeugnisse und künstlerischer Positionen von damals und heute zeichnete sie queere Lebenswege und Netzwerke nach, beleuchtete die Freiräume, die LGBTQI+-Personen genossen, sowie die Verfolgung, der sie ausgesetzt waren.

Die Ausstellung warf einen intimen Blick auf eine Vielfalt von Geschlechtern, Körpern und Identitäten. Sie zeigte, wie queeres Leben in den 1920er Jahren zunehmend sichtbar wurde und zu einem offeneren Umgang mit Vorbildern und Begehren führte. In dieser Zeit erzielten homosexuelle, trans- und nicht-binäre Menschen erste Erfolge in ihrem Kampf um Gleichberechtigung und gesellschaftliche Akzeptanz. Sie organisierten sich, kämpften für die wissenschaftliche und rechtliche Anerkennung ihrer Geschlechtsidentität und schufen sich eigene Räume.

Doch mit zunehmender Anerkennung und Sichtbarkeit in Kunst und Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft wuchs auch der Widerstand. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde die LGBTQI+-Subkultur weitgehend zerstört. Nach 1945 wurden ihre Geschichten und Schicksale kaum dokumentiert oder in Erinnerung behalten.

Katalog:

nsdoku münchen – TO BE SEEN